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Pressespiegel

7. Mai 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Flugzeuge berühren sich in der Luft
WANGEROOGE/DORNUM/ANZ

— Großes Glück hatten am Mittwochvormittag die Piloten zweier Flugzeuge: Die Flieger waren westlich von Dornum kollidiert, aber nicht abgestürzt. Die Polizei spricht von einer „leichten Berührung". Das Luftfahrtbundesamt untersucht den Vorfall. Warum sich die Flugzeuge

in 400 Meter Höhe berührten, ist unklar. Zum Unfallzeitpunkt herrschte gute Sicht.
Demnach war ein Cessna-Frachtflugzeug der OLT Ostfriesische Luftverkehr auf dem Weg nach Langeoog, als der Pilot eine leichte Erschütterung registriert habe. Nach der Landung habe er dann eine Beschädigung des Transportbehälters festgestellt, der sich

unter dem Flugzeug befindet, so die Polizei. Bei dem zweiten Flugzeug, das an einer Tragfläche beschädigt wurde, handelt es sich um eine Cessna 172 der FLN Frisia Luftverkehr. Der Pilot war in Wangerooge gestartet und auf dem Weg nach Norddeich. Nach der Kollision wurde er nach Emden umgeleitet.

 

6. Mai 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Insel wird erneut zum Roman-Schauplatz
VERÖFFENTLICHUNG Autor Wolfgang Bellmer schreibt „Schöne Grüße von Olga"

WANGEROOGE/LR - Wangerooge wird zum Roman-Schauplatz: Soeben ist im Reprint- Verlag (Leipzig) „Schöne Grüße von Olga" des Autors und Malers Wolfgang Bellmer erschienen. Bellmer schreibt u. a. Drehbücher für die ZDF- Serie „Soko Leipzig".

Der Roman spielt — so wie auch schon früher der Bellmer-Ronian „Die durstige Insel" — zum Teil

auf Wanger ooge. Und das kommt. nicht von ungefähr: Wolfgang Bellmer, der aus dem Weserberg- land stammt, wurde wegen schlechter schulischer Leistungen als 17-Jähriger auf die Insel „verbannt", machte sein Abitur auf Wangerooge und besuchte die Insel auch danach immer wieder. Wangerooge-Freunde dürfen also neugierig darauf sein, ob sie „ihre" Insel in „Schöne Grüße von Olga" wiedererkennen.

Der Roman schildert das Schicksal von drei Frauen und vier Männern,

die das Leben auf Wangerooge auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten und Bedrohungen zusammengeführt hat. Hier müssen sie sich dem Kampf um ihr Leben, ihre Ehre, ihre Achtung und ihre Liebe stellen. Dabei verkeilen sich ihre Schicksale ineinander, bis sich die hochexplosive Mischung aus Liebe und Hingabe, Verrat, Treue und Tod entlädt.

Der Roman »Grüße von Olga" ist auch in Wangerooges Inselbuchhandlung erhältlich, er kostet 19,80 Euro.

 

4. Mai 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Insel-Gäste können ein Stück Urlaub mitnehmen
TOURISMUS Kurverwaltung bietet Strandkörbe mit Wangerooge-Logo an — Kein Geld für Gutachten

WANGEROOGE/US - Die Insel Wangerooge will ein geplantes Gutachten zur Verbesserung der Anreise zu den östlichen Ostfriesischen Insel zwar fachlich, aber nicht finanziell unterstützen. Das beschloss der Werksausschuss für die Kurverwaltung in seiner jüngsten Sitzung. In der Zielrichtung des Gutachtens gebe es viele Überschneidungen mit anderen Projekten zur Tourismusförderung. Deshalb waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass hier kein weiteres Geld in die Hand genommen werden muss.
Das knapp 100 000 Euro teure Gutachten, für das derzeit Geldgeber gesucht werden, soll Verkehrswege über Esens, Bensersiel, Neuharlingersiel und Harlesiel zu den Inseln Langeoog, Spiekeroog

und Wangerooge analysieren und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. „Dabei geht es u. a. um die Anbindung an den Fernverkehr der Bahn, die Einbeziehung des Öffentlichen Personennahverkehrs, die allgemeine Steigerung der touristischen Attraktivität der Inseln und den Ausbau des Tagestourismus'", erläuterte Insel-Bürgermeister Holger
Kohls. Viele dieser Fragen seien Bestandteil anderer Studien — zum Beispiel des „Masterplans Nordsee".
Die Insel Wangerooge beschäftige sich zudem schon seit geraumer Zeit mit der Verbesserung der Fähranbindung. Erst kürzlich hatte die Inselgemeinde bei einem Besuch von Umweltminister Hans-Heinrich Sander ihrer Forderung nach einer Vertiefung der Fahrrinne Nachdruck verliehen (die NWZ berichtete).
Damit Wangerooge-Fans künftig ein Stück Inselurlaub mit nach Hause nehmen kön nen, will die Kurverwaltung Strandkörbe mit Wangerooge-Logo zum

Verkauf anbieten. Die Idee fand im Ausschuss Zustimmung.
Zudem hat das Gremium beschlossen, künftig Flaggen der Bundesländer an den acht Masten entlang der Strandpromenade zu hissen. Ein Zweitwohnungsbesitzer hatte angeboten, entsprechende Flaggensätze zu spenden. Die Fahnen der 16 Länder sollen nun im regelmäßigen Wechsel im Wangerooger Wind wehen.
Für das große Wangerooger Tennisturnier im Juli hat der Werkausschuss einen Zuschuss von 1500 Euro bewilligt.
Mit 12 500 Euro unterstützt die Kurverwaltung die Einrichtung der neuen Insel- Disko in der ehemaligen Dünenhalle. Wie berichtet, investiert dort das Oldenburger Unternehmen Ashampoo rund 400 000 Euro in einen BeachClub mit Diskobetrieb. Der Zuschuss der Inselgemeinde ist allerdings zweckgebunden: Sollte die Disko innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder schließen, muss der Zuschuss zurückerstattet werden.

 

17. April 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Neue Disko eröffnet im Juni
TOURISMUS Ehemalige Dünenhalle soll ab Herbst in Club umgebaut werden


Das Oldenburger Unternehmen Ashampoo hat die ehemalige Dünen- halle in der Nähe des neuen Kinderspielhauses gekauft. Die Investitionssumme beträgt rund 400 000 Euro.

VON MELANIE HANZ WANGEROOGE - In wenigen Wochen gibt es auf Wangerooge wieder eine Disko: Das Oldenburger Unternehmen Ashampoo eröffnet im Juni in der Dünenhalle Diskothek mit Beach-Club.
Vor wenigen Tagen hat eine Tochterfirma das ehemalige Schullandheim des Oldenburger Jugend-Erholungswerks gekauft. „Wir haben mehrfach davon gehört, dass Wangerooge sich einen Beach-Club mit Diskothek wünscht, daher treten wir jetzt hier als Investor auf und haben wahrscheinlich auch schon einen Top-Betreiber gefunden, der zusammen mit uns diese Perle zum Erfolg führen wird", sagte Rolf Hilchner, Geschäftsführender Gesellschafter von Ashampoo auf Nachfrage der NWZ.

Drei Jahre ohne Disko
Wie berichtet, hat Wangerooge seit dem Abriss des Kurhauses „Graf Luckner" an der Strandpromenade Ende 2006 keine Disko mehr. Nachdem eine provisorischer Diskobetrieb im „Blauhaus" wegen Beschwerden aus der Nachbarschaft eingestellt worden war, hatte sich im vergangenen No vember eine Arbeitsgruppe gebildet, die mögliche Standorte für eine neue Diskothek unter die Lupe nahm - bisher ohne konkretes Ergebnis. Das Engagement des Oldenburger Investors auf Wangerooge kam damit wie gerufen.
„Wangerooge ist mir selbst und meinem Partner Heinz- Wilhelm Bogena sehr ans Herz gewachsen", sagt Hilchner: Beide besitzen Ferien- Wohnungen auf der Insel. Auch die Unternehmenstochter AirShampoo fliegt die Insel an.
Bei der Eröffnung im Juni wird sich der neue Tanzschuppen zunächst als Umbau- Disko präsentieren, der komplette Umbau ist dann für Herbst geplant, berichtet Hilchner: „Wir werden hier mindestens 400 000 Euro investieren", sagte er.

Beach Club in den Dünen
Geplant ist, nach vorne zum Fußweg zum Westen eine große Tanzfläche im Freien zu schaffen. Hinten entsteht in den Dünen der Beach-Club mit einem zusätzlichen VIP-Bereich. „Perfekt ist, dass man direkt vom Meer über einen Weg durch die Dünen in weniger als fünf Minuten beim Beach-Club mit Tanz und Diskothek ist.", schwärmt Hilchner. Der DiscJockey soll seinen Platz übrigens über der Tanzfläche in einem Glaskasten erhalten.
Die Gemeinde Wangerooge steht diesen Plänen sehr positiv gegenüber, sagte Bürgermeister Holger Kohls. Die Voruntersuchungen zu möglichen Lärmproblemen seien bereits gelaufen: „Es gibt wohl kein Woblem", sagte Kohls. Das Gebäude liegt so zwischen den Dünen, dass kein Lärm in der Nachbarschaft ankommt „Und für das direkt daneben liegende Kinderspielhaus und die Mehrzweckhalle ist Lärm ohnehin egal", so Kohls.
Für den Umbau der Dünenhalle in eine Disko müsse nur die Zweckbestimmung als Kinderhaus geändert werden.
„Und wir müssen darüber nachdenken, ob wir den Fußweg zum Westen besser ausleuchten", so Kohls.

 

Die Dünenhalle, ehemals im Besitz des Oldenburger Jugend-Erholungswerk, soll zur neuen Wangerooger Diskothek umgebaut werden. BILD: ROLF HILCHNER

 

16. April 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Strandgut sorgt für Verwirrung
BÜHNE Proben für neues Insel-Musical laufen auf Hochtouren — Premiere im Mai

Vom Schüler bis zum Rentner machen alle mit. Geprobt wird inzwischen in der Mehrzweckhalle.
VON MELANIE HANZ WANGEROOGE - Fünf Jahre, nachdem die Wangerooge-Revue die Insulaner und ihre Gäste restlos begeistert hatte, steht der Insel wieder die Premiere eines Inselmusicals bevor: Seit gut fünf Monaten probt ein Ensemble um Klaus Brüggerhoff eifrig an der neuen Revue, Ende Mai/Anfang Juni soll sie uraufgeführt werden.
„Viele, die damals mitgemacht haben, wollten wieder etwas machen — aber diesmal etwas ganz anderes", erzählt Brüggerhoff. Und so schrieb er ein

neues Stück, sammelte Darsteller und Musiker um sich und stürzte sich in die Probenarbeit.
Zunächst wurde in der Aula der Inselschule geprobt, seit Mitte März schallt die Probenmusik — „diesmal etwas rockig angehaucht", so Brüggerhoff — durch die Mehrzweckhalle. Inzwiichen sind Songs und Texte geprobt, es wird an Feinheiten gefeilt.
Die Musik macht eine Band aus Wangerooger Jugendlichen und einigen Erwachsenen, die sich extra für das neue Projekt zusammengefunden haben.
„Ich finde es schön, dass vom Schüler bis zum Rentner alle Generationen mitmachen", freut sich Brüggerhoff. Bei vielen kann er auf Erfahrungen als Sänger in den Insel-Chören zurückgreifen, „manche haben aber fünf

Jahre lang nichts mehr gemacht", sagt er. Was alle eint ist die Lust daran, trotz der Anstrengung wieder eine große Produktion auf die Beine zu stellen.
Diesmal geht es um eine Insel irgendwo im Meer, an die ein geheimnisvolles Stück Strandgut angeschwemmt wird. Das Strandgut sorgt für allerlei Verwirrung, verändert es doch die Wahrnehmungsfähigkeit der Insulaner und Gäste. Einen Titel hat das Insel-Musical noch nicht, aber dass es mit Hilfe eines Amerikaners ein Happy End geben wird, steht fest.
Die Probenschritte hält Hans Zientarski auf Video fest, so dass es ein „Maldng of" des Musicals gibt. Geplant ist, das Musical nach der Premiere bis September zweimal im Monat aufzuführen.

 

9. April 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Verkehrsverein steigert Mitgliederzahl um 21 Prozent
TOURISMUS Dickes Plus von 17 Prozent beim Prospektversand — Besonders Kurzreisen kommen gut an
WANGEROOGE/ANZ — Die Mit-
gliederzahl des Verkehrsvereins Wangerooge hat sich erfreulich positiv entwickelt: Der aktuelle Mitgliederstand beträgt 379 Personen, das entspricht einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete Verkehrsvereins-Vorsitzender Josef Mende in der Jahreshauptversammlung.
Aufgrund der deutlich erhöhten Ausgaben für Werbemaßnahmen habe sich auch der Prospektversand mit einem Plus von 17 Prozent sehr gut entwickelt. Dasselbe gilt für den Verkauf der Pauschalangebote, die sich nach einem Rückgang im Jahr 2007 wieder auf den Niveau der Vorjahre bewegen. Beigetragen dazu hat der neue Pauschalenkatalog mit

zusätzlichen Angeboten für Kurzreisen, die den meisten Zulauf fanden.
Geschäftsführer Christian Pollmann hob besonders die Gruppenreise des • Südwestrundfunks im Frühjahr 2008 nach Wangerooge hervor: „Wangerooge wurde nicht nur im Vorfeld in der Radiowerbung erwähnt, sondern es wurde täglich von der Insel berichtet." Seit Herbst 2008 fährt auch wieder ein WeserEms-Bus mit großer Inselwerbung im Raum Oldenburg.
Zudem wurden neue Messen mit den Kooperationspartnern Kurverwaltung, Schifffahrt und Inselbahn und Inselfliegern besucht.
Pollmann erläuterte zudem die neuen Geschäftsbedingungen für den Eintrag in Werbemedien des Verkehrsvereins: Sie schaffen Rechtssicherheit bei der Werbung sowohl für die Mitglieder als auch für den Verkehrsverein.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden von der Mitgliederversammlung

einstimmig beschlossen.
Der Tagesordnungspunkt „Neugestaltung der Einträge im Prospekt" sorgte für eine rege Diskussion. Einig war man sich, dass man für den Prospekt 2011 eine Überarbeitung in Angriff nehmen will. Viele Ideen gab es zur Sortierung der Anzeigen: Statt der bisherigen alphabetischen Sortierung stand die Sortierung nach Lage und Qualität zur Debatte, eingeworfen wurde auch der Vorschlag, nach Personenzahl bzw. Wohnungsgröße aufzuteilen.
Als wichtig sahen alle Teilnehmer an, Schriftgröße und Aufmachung größer und übersichtlicher zu gestalten. In der zweiten Mitgliederversammlung am Jahresende sollen endgültige Entscheidungen gefällt werden.
Hingewiesen wurden auch auf die Überarbeitung der Homepage des Verkehrsvereins www.westturm.de im Lauf des Sommers. Dazu wird es im Frühsommer eine weitere Info-Veranstaltung für die Mitglieder geben.

 

8. April 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

„Ein sehr lehrreicher Besuch”
Umweltminister Sander lässt Voraussetzungen für Golfplatz prüfen

Der Minister setzt auf Kompromisse mit dem Naturschutz. Der Golfplatz könne die Fläche im Ostinnengroden ökologisch aufwerten.
VON MELANIE HANZ
WANGEROOGE — Für Umweltminister Hans-Heinrich Sander war sein Besuch auf Wangerooge ein sehr „lehrreicher und erkenntnisreicher Tag". Sein Fazit: „Unsere Behörden müssen manchmal mehr auf die Erfahrungen und Erkenntnisse der Inselbewohner vertrauen", sagte der Minister beim abschließenden Pressegespräch.
Wie berichtet, hatte sich Sander am Montag auf Einladung der ehemaligen Landtagsabgeordneten Inse-Marie Ortgies und der Wangerooger CDU-Fraktion über die drängendsten Probleme Wangerooges informiert.
Golfplatz und Fahrwasser standen ganz oben auf der Liste, Thema waren außerdem die Küstenschutzmaßnahmen an der Harlehörn-Düne. Bis zu seinem nächsten Besuch am 20. Juli, wenn das Nationalpark-Haus „Rosenhaus" 20-jähriges Bestehen feiert, will Sander bereits „einige Dinge geklärt haben", versprach er.

Neben der Fahrwasservertiefung, die das Zeitfenster für die Schiffsverbindung zwischen Harlesiel und der Insel um mindestens drei Stunden vergrößern soll und die San- der in spätestens zwei Jahren in trockenen Tüchern haben will (die NWZ berichtete), waren die geplanten Maßnahmen an der Harlehörn-Düne Thema des Besuchs. Das Land stellt in diesem Jahr eine Million Euro für die Aufspülung von Sand hinter dem im vergangenen Jahr angelegten Steinwall zur Verfügung. Der Sand soll aus der Hafeneinfahrt eingespült werden — „damit hätten sich die Untiefen dort erledigt", so Sander. Allerdings stehen zur Sandentnahme noch Gespräche mit N-Ports und Wasser- und Schifffahrtsdirektion aus.
Prüfen lassen wird der Minister, ob es nicht sinnvoller ist, zunächst die Steinschüttung nochmals zu erhöhen und danach Sand aufzuspülen. Denn nach Beobachtung der Inselbewohner steht häufig Wasser hinter dem Steinwall.
Bereits bei seinem letzten Besuch hatte der Minister angekündigt, dem geplanten Golfplatz im

Ostinnengroden mehr Schub verleihen zu wollen. Beim Treffen mit dem Golfclub-Präsidenten Henning Neuhaus sprach er das weitere Vorgehen an: Bis zum 30. Mai will Sander von Nationalpark-Verwaltung und Unterer Naturschutzbehörde des Landkreises konkrete Angaben vorliegen haben, unter welchen Voraussetzungen der Golfplatz genehmigungsfähig ist (die NWZ berichtete).
„Diesen Platz bekommen wir nur in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz hin, Konflikte kann man nur lösen, indem man Kompromisse findet", so Sander. Er sei davon überzeugt, dass die Anlage des naturnahen Golfplatzes die Fläche ökologisch aufwerte.
„Bisher ist das ja einfach nur grüne Wiese mit Betonstreifen dazwischen", sagte der Minister. Und im Zweifel müssten eben bestimmte Flächen während der Brut- und Rastzeit aus dem Spielbetrieb herausgenommen werden.
Für Neuhaus waren das sehr erfreuliche Nachrichten: „Damit sind wir unserem Ziel einen großen Schritt näher gekommen", sagte er. Er sei froh, dass es nun nicht mehr um die Frage gehe, ob der Golfplatz möglich ist, sondern unter welchen Voraussetzungen.

 

7. April 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Minister erklärt Fahrrinne zur Chefsache

Niedersachsens Umweltminister besuchte am Montag die Insel. Er will auch den geplanten Golfplatz voranbringen.
VON MELANIE HANZ REDAKTION JEVER

WANGEROOGE — Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander — in dieser Woche amtierender Ministerpräsident — hat die Fahrwasservertiefung zwischen Harle und Wangerooge zur Chefsache erklärt: „Dieses Problem muss innerhalb von zwei Jahren gelöst werden", betonte er am Montag beim Besuch auf der Oldenburgischen Nordseeinsel.

Seit Jahren fordert die Inselgemeinde eine Vertiefung des Fahrwassers um mindestens 30 Zentimeter, damit das Zeitfenster für den Schiffsverkehr vergrößert wird und die Attraktivität Wangerooges auch für Tagesgäste erhöht wird. Wie berichtet, kommt es immer wieder zu Verzögerungen im Fährverkehr, weil sich in der Fahrrinne Untiefen bilden.
Das Problem bei der notwendigen Ausbaggerung des Fahrwassers ist die Gemengelage aus Zuständigkeiten: Neben dem Niedersächsischen Landesamt für Wasserwirt- schaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), das dem Umweltministerium untersteht, und N-Ports, das zum Wirtschaftsmi-

nisterium gehört, ist für einen Teil der Fahrrinne die Wasser- und Schifffahrtsdirektion des Bundes zuständig. Bisher konnten sich die Behörden nicht über die Finanzierung der Ausbaggerung einigen.„Wir sind verantwortlich für die Inselbewohner, deshalb setze ich mir diesen Hut jetzt auf", sagte Sander. Er kündigte an, dass er mit dem Wirtschaftsministerium eine Lösung finden will. „Die Kosten für den Bund sind nicht ganz so tragisch — das werden wir regeln", so Sander. Auch dem geplanten Golfplatz im Ostinnengroden Wangerooges will der Minister Schub verleihen: Bis zum 30. Mai erwartet er von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und der Unteren Naturschutzbehörde konkrete Aussagen, unter welchen Voraussetzungen der Golfplatz möglich ist.

 

Minister Hans-Heinrich Sander (4.v.I.) wurde auf der Insel von Bürgermeister Holger Kohls (5.v.r.) und der CDU-Ratsfraktion willkommen geheißen. Die ehemalige Landtagsabgeordnete lnse-Marie Ortgies (2.v.l.) begleitete Sander. BILD: D. LINDNER 

 

24. März 2009

Auszug aus der Nordwest-Zeitung (Printausgabe)

Lange Warteschlange vor dem Fahrkartenschalter
Ansturm auf die Fähre nach Wangerooge überfordert Personal — „Nicht absehbar"

A NZ - Das schöne Wetter zum Frühlingsanfang hat am Sonnabend zum Riesenansturm auf die 9-Uhr-Fähre nach Wangerooge geführt - und offensichtlich den Mitarbeiter der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge völlig überfordert, wie der Insulaner Hans-Jürgen jürgens, der ebenfalls übersetzen wollte, berichtet.
„Die Abfahrt verzögerte sich um eine halbe Stunde, weil sich vor dem Fahrkartenschalter - im Verhältnis zum Bahnhofsgebäude eine winzige Puppenstube - eine Menschenschlange gebildet hatte, die bis weit auf den Bahnhofsvorplatz reichte", so Jürgens. Gut 200 Personen hätten bei Temperaturen von morgendlich frischen zwei Grad geduldig gewartet.

Nur ein Schalter geöffnet
„Die Deufsche Bahn AG hatte nur einen Mann an den kleinen Schalter gesetzt, der allein Gepäck abfertigen und Fahrkarten verkaufen musste", so Jürgens: Das habe er

so zügig erledigt, wie es wohl niemand besser könnte.
Als noch nahezu 60 Fahrgäste abzufertigen gewesen seien, sei vom Schalter die Aufforderung gekommen, dass sich alle Fahrgäste, auch ohne Fahrkarte aber mit Gepäck, schleunigst aufs Schiff zu begeben hätten, da dem Schiff das Wasser unterm Kiel wegzulaufen drohe, berichtet Jürgens. „Freudig liefen alle los und als die letzten Stückgüter über die Reling an Bord genommen worden waren, konnte die ,Harlingerland' endlich ablegen." An Bord seien die Fahrgäste ohne Fahrkarten dann über Lautsprecher aufgefordert worden, ihre Karte auf dem Bahnhof Wangerooge nachzulösen. „Wer trotzdem noch die Hoffnung hegte, billig zur Insel zu kommen, der wurde gewarnt, dass er ohne eine solche Karte nicht wieder von der Insel kommen könne", so Jürgens.
„Die für Harlesiel verantwortlichen Beamten der Deutschen Bahn AG sollten sich nach unzähligen Beschwerden ernsthaft darüber Gedanken machen, was Dienstleistung

eigentlich heißt", ärgert sich Jürgens über die Zustände vom Sonnabend. „Warum kommt eigentlich kein Verantwortlicher in Harlesiel auf die Idee, bei stärkerem Andrang die Kofferannahme von der Fahrkartdnausgabe zu trennen?", fragt sich Jürgens. Sein Angebot, an einem provisorischen Stand die Koffer anzunehmen, sei leider abgelehnt worden. Um lange Schlangen zu vermeiden, sollte die Deutsche Bahn ein Telefonkabel verlegen lassen, um über ein „Rotes Telefon" schnell einen zweiten Mann anfordern zu können, schlägt Jürgens zudem vor.
„Das ist ja auch geschehen", sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Louis am Dienstag auf Nachfrage der NWZ. Bei dem schönen Wetter sei jedoch niemand erreichbar gewesen. „Der Ansturm war für keinen absehbar", so der Bahnsprecher: Rund 400 Fahrgäste seien abzufertigen gewesen, Gruppen waren nicht angemeldet. „Hätten die Kollegen in Harlesiel geahnt, dass sie am Sonnabend ein solcher Ansturm erwartet, hätten sie natürlich einen weiteren Schalter geöffnet", so Meyer-Lovis. Das sei übrigens am Sonntag vorausschauend geschehen.

 

Eine lange Warteschlange bis weit auf den Bahnhofsvorplatz bildete sich am Sonnabend vor dem Fahrkartenschalter der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge. BILD: HANS-JÜRGEN JÜRGENS